Kardamon
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KardaBlog

Mit G und G im Trio
Neulich, bei einer Session im Trio: Tolle Energie, abgefahrene Solos, gemeinsame Akzente, gemeinsame Gedanken, druckvolles Spiel. Und obwohl ich mit G und G schon lange nicht mehr gespielt habe, klang es, als würden wir in dieser Besetzung jede Woche zusammen jammen. Hm ... Musik zu machen hat im Kern etwas Unberechenbares und Überraschendes, und vielleicht ist es gerade deshalb so schön.
Posted on 30 Oct 2008 by Teissen
Balsam für die Seele
Vor ungefähr einer Woche las ich in einer Zeitung, die Musik der Beatles sei Balsam für die Seele, und alle Assoziationen, die die Menschen mit den Beatles und deren Songs verknüpfen, fast ausschließlich positiv. Britische Wissenschaftler folgerten daraus, dass Beatles-Songs ein großes Potenzial für die Behandlung von Depression darstellen.
Ich möchte ja kein Spielverderber sein, aber: Ist diese Erkenntnis wirklich so neu? Haben nicht alle Menschen, die irgendwann in ihrem Leben mit dieser Musik in Berührung gekommen sind, nicht ähnliche Erfahrungen gemacht?
Oder wie Nick Hornby so treffend in "High Fidelity" schreibt: "The Beatles were bubblegum cards and Help at the Saturday morning cinema and toy plastic guitars and singing 'Yellow Submarine' at the top of my voice in the back row of the coach on school trips. They belong to me [...], and though they'll make me feel something, they won't make me feel anything bad."
Posted on 17 Sep 2008 by Teissen
Esbjörn Svensson ist tot
Die Meldung kam völlig überraschend. Esbjörn Svensson kam bei einem Unfall ums Leben. Ich lese die Meldung ein zweites Mal, weil ich es nicht glauben kann.
Doch, es stimmt. Es ist wahr. Eine Stimme, die viele Menschen inspiriert, die vielen Kraft gegeben hat, ist verstummt. Und lässt uns zurück. Traurig, verwirrt, aber auch dankbar. Danke für deine wunderschöne Musik, Esbjörn!
Posted on 17 Jun 2008 by Teissen
Nachtrag zu einem Konzert

Am 15. Mai spielte ich mit der "Office-Legends"-Band eine Jam-Session in der Postgarage – als Warm-up für die Grazer Blues Band "The Jackson Jailbreakers". Machte wirklich Spaß!
Ich habe gerade einen kleinen Bericht über diesen Abend im WWW entdeckt und möchte auf folgende Seite verweisen:
Backstage-Bericht auf musikdirektion.at
Enjoy!
Posted on 27 May 2008 by Teissen
Rinderwahn?
Als Kontrabassist hat man ab un an mit Tierinnereien zu tun, sofern man sie in Form von Darmsaiten auf sein Instrument spannen möchte. Die folgende Meldung aber ist außermusikalisch.
Die Schweiz ist derzeit mit einem schwerwiegenden kulturellen Problem konfrontiert. Es geht um den Cervelat, ein schweizer Nationalgericht, eine Wurst, die in Rinderdärme gefüllt wird. Ein TV-Beitrag gestern handelte von der Krise, die der "Volkswurst" (O-Ton eines Politikers und ganz nebenbei ein wunderschönes Wort) den Garaus machen kann:
Denn für die Naturdärme aus Brasilien, in die die Wurstmasse gefüllt wird, wurde nun ein Importverbot verhängt - denn die Möglichkeit des Rinderwahns könnte nicht völlig ausgeschlossen werden. Das bedeutet, dass pro Jahr die rund 20.000 km Rinderdarm (der halbe Umfang des Globus!) nun als jene Hülle fehlen, in die man die Fleischmasse füllen könnte.
Im TV-Beitrag hieß es stilblütenverdächtig, man wolle "versuchen, Teile des Rinderdarms zu retten". Die brasilianischen Rinderdärme seien schließlich das Nonplusultra; chinesische hätten hingegen die falsche Form, die europäischen das falsche Kaliber.
Die Schweiz, so liest man in der Presse, habe nun eine "Task force Cervelat" eingerichtet, damit die "Volkswurst" erhalten bleibe. Oder ist das alles nur Theaterdonner? Der Verfasser dieser Zeilen bleibt jedenfalls lieber bei seinen Stahlsaiten und muss in dieser Hinsicht wohl als vegetarischer Bassist bezeichnet werden.
Posted on 29 Feb 2008 by Teissen

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